Ruth
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Jüdische Lebenserinnerungen –
ein Netzwerk zur Stadtgeschichte Leipzigs

Aktuell

November 2017 Am 8.11. haben wir im Ariowitsch-Haus über unseren ersten Workshop "Carlebach to go!" (9.-13.10.) berichtet und einige der entstandenen Mikrohörstücke vorgestellt - zum 1.12. gehen alle Audios online, sie sind dann hier abrufbar.

Die Anmeldefrist für unseren nächsten Workshop zur Gemeindegeschichte haben wir bis zum 14.11. verlängert und bitten um Nachricht an projekt@remembering-leipzig.de.

Oktober 2017 Im November bieten wir einen Workshop zur Gemeindegeschichte an (15. bis 17.11.), der jeweils von 16 Uhr bis 20 Uhr stattfindet
und somit auch für Erwachsene erreichbar sein möchte. Wir bitten um Anmeldungen bis zum 8.11. (projekt@remembering-leipzig.de). +++ Die Präsentation unserer ersten Arbeitsergebnisse findet am 8.11.2017, 18 Uhr, im Ariowitsch-Haus (Saal) statt - wir laden herzlich dazu ein und bitten um Weiterleitung unserer Nachrichten an Interessierte! +++ Wir danken zudem für den bisherigen Rücklauf an Fragebögen zur Netzwerkdarstellung und möchten zu weiteren Rückmeldungen ermutigen - Fragen dazu beantworten wir gern.

September 2017 Wir erinnern noch einmal an den Anmeldeschluss unseres ersten Workshops (hier könnt ihr das Anmeldeformular runterladen - verlängert bis zum 5.10.!), den wir vom 9. bis 13.10. als Ferienangebot für SchülerInnen ab 14 Jahre im Ariowitsch-Haus und im Bromologic-Tonstudio durchführen.

und noch eines - Spenden:
ReMembering kann trotz des Engagements der bisherigen Förderer und Unterstützer nicht auf Spenden verzichten. Wir sind deshalb dankbar für die weitere Verbreitung unserer Idee, unseres Anliegens und des Links mit den Möglichkeiten zur Spende - Dankeschön!

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August 2017 Wir freuen uns über die Förderzusage der Dr. Buhmann Stiftung für interreligiöse Verständigung, eine willkommene Ermutigung für unsere Arbeit! +++ Aktuell planen wir unter dem Titel "Carlebach to go!" unseren ersten Workshop als Ferienangebot für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9.
Vom 9.-13.10. möchten wir mit den Jugendlichen am Thema "Kindheit und Jugend in Leipzig" (von 1900 bis ca. 1942) arbeiten, der titelgebende berühmte Rabbiner und Schulgründer wird dabei eine Hauptrolle spielen.
9.-13.10.2017, jeweils 10-16 Uhr, weitere Details entnehmen Sie unserem Flyer (Download).

Juli 2017 Wir freuen uns über die Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für das Projekt "Ephraim Carlebach", das wir in Zusammenarbeit mit dem Ariowitsch-Haus e.V. und Dr. Marco Helbig beantragt haben.

Wir werden insbesondere bei den Workshops mit Jugendlichen kooperieren, wir sind gespannt auf die Arbeit, und erste Ergebnisse im November auf unserer Website veröffentlichen.

Fr, 23.06.2017, 16 – ca. 18 Uhr

„ReMembering – Jüdische Lebenserinnerungen, ein Netzwerk zur Stadtgeschichte Leipzigs“ – Projektpräsentation im Rahmen der Jüdischen Woche

Deutsche Nationalbibliothek (Vortragsraum)

Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Wie können wir in einer Zukunft ohne Zeitzeugen die Erinnerung wachhalten an die Ereignisse von Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der ehemaligen jüdischen Bevölkerung Leipzigs? Wie kann nachfolgenden Generationen von der einst reichen jüdischen Geschichte Leipzigs erzählt werden und wie können wir auf heutige Erscheinungen eines latenten Antisemitismus reagieren?

Wir stellen unser Projekt zur digitalen Stadtgeschichte vor, welches autobiografische Quellen in den Fokus rückt, die Verbindung der facettenreichen jüdischen Geschichte mit der Geschichte Leipzigs anschaulich macht, zur Selbstreflexion der Nutzer anregt und insbesondere Jugendliche für den Umgang mit historischen Themen sensibilisieren möchte. Zur Präsentation werden wir unsere Arbeitsweise erläutern, zum Stand des Projekts und den Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung informieren. Außerdem möchten wir das Publikum einladen, ein Beispiel gemeinsam zu erarbeiten, eine Quelle sprechen zu lassen.

Eine Veranstaltung von EnterHistory! in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

Eintritt: frei, Spenden erwünscht

#_idee

Idee

Die Idee ist zunächst eine Datenbank. Die Datenbank enthält Daten. Die Daten sind biographisch, die Biographien sind Geschichten. Die Geschichten stammen von ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, nacherzählt werden sie von Jugendlichen und Erwachsenen heute. Die Gegenwart leiht der Vergangenheit ihre Stimme, um in der Zukunft gehört zu werden.

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„ReMembering“ startet 2017 als Initiativprojekt und verknüpft digitale Stadtgeschichte mit Bildungsarbeit. Es entsteht eine Webpräsenz mit Stadtplan. Markiert sind die Orte, zu denen Lebenserinnerungen vorliegen oder Forschungsmaterial und Mikrohörstücke laden dazu ein, Menschen zuzuhören, ihre Geschichten kennenzulernen.

#_motivation

Motivation

Konzeptionell reagieren wir mit „ReMembering“ auf die Tatsache, dass Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für die Geschehnisse im letzten Jahrhundert, unter denen besonders die Ereignisse von Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der ehemaligen jüdischen Bevölkerung Leipzigs zu nennen sind, zukünftig fehlen. Und wir reagieren auf heutige Erscheinungen eines latenten Antisemitismus. „ReMembering“ fokussiert aber nicht allein den historischen Abschnitt der Zeit nach 1933, sondern nimmt vielmehr die gesamte jüdische Geschichte der Stadt in den Blick.

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Das entstehende Audiomaterial basiert auf autobiografischen Quellen, auf Tagebüchern, Briefen und anderen Dokumenten. Sie zeigen die Verbindung der facettenreichen jüdischen Geschichte mit Leipziger Stadtgeschichte. Ein Ziel ist auch, die Selbstreflexion der Nutzerinnen und Nutzer dieses Onlineangebots anzuregen und wir möchten insbesondere Jugendliche für den Umgang mit historischen Themen sensibilisieren, wir möchten, dass sie den Menschen von einst ihre Stimme leihen. 

„ReMembering“ wird ein Netzwerk sein, welches aus den Möglichkeiten der Neuen Medien schöpft und der Information dient. Es wendet sich an alle, die an Stadt- und speziell jüdischer Geschichte interessiert sind und zu ihr forschen. Zugleich wird mit dem Projekt das Gedenken an die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger wachgehalten, besonders Jugendliche möchten wir an die damit verbundenen Themen heranführen und mit Lebensgeschichten konfrontieren. Wichtig finden wir dabei den Ansatz, anhand autobiografischer Quellen gerade das Alltägliche herauszuarbeiten, dies im historischen Kontext zu betrachten und den Parallelen im heutigen Erleben der Jugendlichen nachzuspüren. Ein Ziel ist es schließlich, dass junge Menschen Geschichte als Prozess begreifen und erfahren, an dem jeder Einzelne bewusst oder unbewusst teilhat. 

Und zusammengefasst:

In einer Zukunft ohne Zeitzeugenschaft für die Ereignisse ab 1933, vor dem Hintergrund der Globalisierung und mit Blick auf die Chancen, welche die Nutzung des Internets für einen historischen Bildungsanspruch bietet, möchte „ReMembering“ in die Realität hineinwirken, in der Zukunft weiterentwickelt werden und zur Wahrnehmung unser aller Verantwortung beitragen für das, was einst Geschichte genannt werden wird.

#_umsetzung

Umsetzung

Was entsteht, was haben wir vor?

remembering-leipzig.de – Das Netzwerk! 

Die Website remembering-leipzig.de wird zur online-Adresse für Leipzigs jüdische Geschichte und geht im November 2017 mit ersten Inhalten online. Zentrales gestalterisches Element der Webpräsenz ist ein Stadtplan, auf dem Audiofiles mit persönlichen Lebenserinnerungen und Orten verknüpft sind. Zu jedem Audiofile stehen Kontextmaterialien in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Verschiedene Filterfunktionen erlauben u.a. die Suche nach Zeiträumen, Themen und Namen, Forschungsergebnisse werden präsentiert, Menschen vernetzt, Links erleichtern die weitere Recherche. 

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RememberMe – Jüdische Geschichte im Stadtraum selbst entdecken!

Mit RememberMe entsteht eine App, die anhand der Standortdaten des Nutzers die entsprechenden Inhalte zum Stadtraum abruft und wiedergibt. Man kann sich zu wichtigen Orten der jüdischen Geschichte informieren, Mikrohörstücke hören, sich eigene Audiowalks zusammenstellen und einzelne Hörstationen oder ein Thema weiterempfehlen.

ReMembering – Eine Erinnerung, eine Stimme!

Die zentralen Inhalte, die Mikrohörstücke mit persönlichen Lebenserinnerungen, werden im Rahmen von Workshops erarbeitet und produziert. Zunächst werden wir mit Jugendlichen ab Klassenstufe 9 (und 11) arbeiten, für die Fortsetzungen des Projekts sind solche Workshops auch als Angebot an der Volkshochschule und in der Israelitischen Religionsgemeinde der Stadt geplant.

Ausblick

remembering-leipzig.de ist ein Netzwerk mit nach Wiki-Prinzip wachsenden Inhalten. Registrierte Forscherinnen und Forscher können eigene Beiträge zu Themen veröffentlichen. 

In Planung sind derzeit Beiträge zu folgenden Themen: 

Messegeschichte, Gemeindegeschichte, Musikgeschichte, Kunst und Theater, Rauchwarenhandel, Verlagswesen, Rechtswesen, Anwaltsgeschichte, Ärztinnen und Ärzte, Jüdisches Proletariat, Jugendverbände, Sportvereine, Kindheit in Leipzig, Verliebt in Leipzig, Short Stories, Jüdischer Humor  

Exil und Untergrund, Deportation

Ruth

Zwei beispielhafte Einträge zum Thema "Kindheit in Leipzig" zeigen wie die Karte später aussehen kann. Wir bitten um Berücksichtigung, dass hier noch nicht alle Funktionen aktiv sind.

gefördert durch



unterstützt von
Botschaft des Staates Israel

in Kooperation mit

Dank an
Bromologic Tonstudio (Leipzig) K. Berg und Familie B. Cerf S. Spencer und Familie C. Treumer
ReMembering © 2017 | Ein Projekt von EnterHistory! E-Mail: projekt@remembering-leipzig.de Impressum