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#_aktuell

Jüdische Lebenserinnerungen –
ein Netzwerk zur Stadtgeschichte Leipzigs

Aktuell

Mai 2018

Derzeit bereiten wir unseren zweiten Workshop des Jahres vor. Zu "Geschichten brauchen Menschen, die sie erzählen" haben wir Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie ihre Familien eingeladen, die im Rahmen des offiziellen Besuchsprogramms der Stadt für ehemalige Leipziger jüdischer Herkunft hier sein werden. Der Workshop beginnt am 30.5. mit Schülerinnen und Schülern des Musikalisch-Sportlichen Gymnasiums, ab 1.6. treffen wir die Gäste und freuen uns auf zwei gemeinsame Workshop-Tage sowie ein Zeitzeugengespräch. Die Ergebnisse unserer Arbeit werden voraussichtlich ab 5.6. abends schon online sein.

Am 18.6. sind dann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Workshop "Entrechtet über Nacht" im Tonstudio und spätestens Ende Juni veröffentlichen wir deren Mikro-Hörstücke zu den Ereignissen vom Herbst 1938, die in gemeinsamer Arbeit seit Februar entstanden sind, u.a zu den Familien Alterthum, Bamberger, Kalter und Bruckmann.

Weiter in Vorbereitung ist der Netzwerktag am 8.11., zu dem uns schon viele Zusagen erreichten, aktuelle Informationen stellen wir in Kürze online. Und für alle, die darauf warten: Bis zum November möchten wir auch die Darstellung des Netzwerkes online realisieren, das wird ein Schwerpunkt bei der Entwicklung der Datenbank in den nächsten Wochen und Monaten sein.

Wie immer verweisen wir gern auf die Möglichkeit, unserem Projekt mit einer Spende unter die Arme zu greifen und danken all denen, die das Projekt bereits (auf so vielfältige Weise) unterstützen!

Anmerkung: Wir sind mit einem virtuellen Umzug beschäftigt, vorübergehend kann es deshalb zu Störungen bei der Kartenansicht von "ReMembering" kommen - bald geschafft!

März 2018

Abschlägige Förderbescheide sind inzwischen zu den Akten gelegt und wir haben uns nach Möglichkeiten umgeschaut wie es in diesem Jahr weitergehen kann. Dazu zählen neue Kooperationsideen und neue Anträge, die wir inzwischen auf den Weg gebracht haben. Hinter uns liegen zwei Projektpräsentationen, ein Gespräch bei Radio Blau sowie die Theaterwerkstatt "Theater macht Geschichte", organisiert von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft". Wir haben die Idee für ein Theaterstück entwickelt und uns damit an einem Wettbewerb beteiligt, unser von der Holger Koppe-Stiftung geförderter Workshop "Entrechtet über Nacht" ist ausgebucht, wir freuen uns, und gedanklich sind wir auch schon in der wärmeren Zeit angekommen.
Ab Ende Mai läuft in Kooperation mit dem Referat Internationales (Stadt Leipzig) und dem Musikalisch-Sportlichen Gymnasium (Rahn Education) ein Workshop mit Gästen des offiziellen Besuchsprogramms der Stadt für ehemalige Leipziger jüdischer Herkunft. Bereits begonnen ist auch die Organisation des Netzwerk-Tages, der am 8.11. im Ariowitsch-Haus stattfinden wird, wir bitten Interessierte, den Termin zu notieren. Aufmerksam machen möchten wir auf die Arbeit von Daniel Ristau, der unter Bruch/Stücke eine überaus lesenswerte Sammlung von Artikeln zu den Novemberpogromen in Sachsen veröffentlicht, Ereignisse, die sich in diesem Jahr zum 80.Mal jähren.

Wie immer freuen uns neue Begegnungen und Menschen, die das Projekt unterstützen. Wir danken dafür und wünschen eine schöne Frühlingszeit!

Februar 2018

Bei Interesse am Einstieg in den laufenden Workshop "Entrechtet über Nacht" bitten wir um Voranfrage per E-Mail (projekt@remembering-leipzig.de), vielen Dank!

Januar 2018

"Entrechtet über Nacht" – in unserem ersten Workshop des neuen Jahres, der am 5.2. beginnt, erinnern wir an die Ereignisse der sogenannten Polenaktion und der Pogromnacht in Leipzig, die sich zum 80. Mal jähren. Der Workshop findet einmal im Monat montags 17 bis 19:30 Uhr im Ariowitsch-Haus statt, am 18.6., dem letzten Termin, sind wir im Bromologic-Tonstudio, um ausgewählte Zeitzeugenerinnerungen einzusprechen. Weitere Informationen sind auf dem Flyer zum Workshop nachzulesen, Anmeldungen erbitten wir unter projekt@remembering-leipzig.de.

Aufmerksam machen möchten wir auch auf eine Veranstaltung am Vorabend des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus. Am 26.1. zeigt die Mediengruppe des Vereins zur Wiedereingliederung psychosozial geschädigter Menschen e.V. einen Film über die Recherchen zum Stolpersteinprojekt für Walter Handschuh. Das Archiv Bürgerbewegung e.V. informiert zudem über das Gesamtprojekt und wir stellen unsere Arbeit vor und das Programm der nächsten Monate. Zu finden sind wir dann von 17 bis 20 Uhr am Nikolaikirchhof, kommt, wir freuen uns!

Da uns mehrere Förderanträge abschlägig beschieden wurden, müssen wir drei der im ersten Halbjahr geplanten Workshops absagen, eine aktualisierte Vorschau kann hier abgerufen werden. Wir hoffen, unsere Vorhaben zu einem späteren Zeitpunkt realisieren zu können.

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Dezember 2017

Wir danken allen, die unser Projekt in diesem Jahr unterstützt und gefördert haben und freuen uns auf die weitere gemeinsame Arbeit in 2018!

"ReMembering" war "on air" bei Deutschlandfunk Kultur und MDR Kultur! Karoline Knappe hat unseren Workshop zur Gemeindegeschichte begleitet, entstanden ist eine kleine Reportage, die online noch nachzuhören ist, wir haben uns gefreut.

Die Arbeitsergebnisse der ersten Workshops sind nun online, mehr als 30 kurze Hörstücke sind nun über die Karte abrufbar. Bisher haben wir die Geschichte von 17 ehemaligen Leipzigerinnen und Leipzigern mit einem Ausschnitt ihrer Erinnerungen und Informationen zu ihrem Leben skizziert. Alle Einträge können ergänzt werden, wir freuen uns auf Rückmeldungen, auf eure und Ihre Mitarbeit.

November 2017 Am 8.11. haben wir im Ariowitsch-Haus über unseren ersten Workshop "Carlebach to go!" (9.-13.10.) berichtet und einige der entstandenen Mikrohörstücke vorgestellt - zum 1.12. gehen alle Audios online, sie sind dann hier abrufbar.

Die Anmeldefrist für unseren nächsten Workshop zur Gemeindegeschichte haben wir bis zum 14.11. verlängert und bitten um Nachricht an projekt@remembering-leipzig.de.

Oktober 2017 Im November bieten wir einen Workshop zur Gemeindegeschichte an (15. bis 17.11.), der jeweils von 16 Uhr bis 20 Uhr stattfindet
und somit auch für Erwachsene erreichbar sein möchte. Wir bitten um Anmeldungen bis zum 8.11. (projekt@remembering-leipzig.de). +++ Die Präsentation unserer ersten Arbeitsergebnisse findet am 8.11.2017, 18 Uhr, im Ariowitsch-Haus (Saal) statt - wir laden herzlich dazu ein und bitten um Weiterleitung unserer Nachrichten an Interessierte! +++ Wir danken zudem für den bisherigen Rücklauf an Fragebögen zur Netzwerkdarstellung und möchten zu weiteren Rückmeldungen ermutigen - Fragen dazu beantworten wir gern.

September 2017 Wir erinnern noch einmal an den Anmeldeschluss unseres ersten Workshops (hier könnt ihr das Anmeldeformular runterladen - verlängert bis zum 5.10.!), den wir vom 9. bis 13.10. als Ferienangebot für SchülerInnen ab 14 Jahre im Ariowitsch-Haus und im Bromologic-Tonstudio durchführen.

und noch eines - Spenden:
ReMembering kann trotz des Engagements der bisherigen Förderer und Unterstützer nicht auf Spenden verzichten. Wir sind deshalb dankbar für die weitere Verbreitung unserer Idee, unseres Anliegens und des Links mit den Möglichkeiten zur Spende - Dankeschön!

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August 2017 Wir freuen uns über die Förderzusage der Dr. Buhmann Stiftung für interreligiöse Verständigung, eine willkommene Ermutigung für unsere Arbeit! +++ Aktuell planen wir unter dem Titel "Carlebach to go!" unseren ersten Workshop als Ferienangebot für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9.
Vom 9.-13.10. möchten wir mit den Jugendlichen am Thema "Kindheit und Jugend in Leipzig" (von 1900 bis ca. 1942) arbeiten, der titelgebende berühmte Rabbiner und Schulgründer wird dabei eine Hauptrolle spielen.
9.-13.10.2017, jeweils 10-16 Uhr, weitere Details entnehmen Sie unserem Flyer (Download).

Juli 2017 Wir freuen uns über die Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für das Projekt "Ephraim Carlebach", das wir in Zusammenarbeit mit dem Ariowitsch-Haus e.V. und Dr. Marco Helbig beantragt haben.

Wir werden insbesondere bei den Workshops mit Jugendlichen kooperieren, wir sind gespannt auf die Arbeit, und erste Ergebnisse im November auf unserer Website veröffentlichen.

Fr, 23.06.2017, 16 – ca. 18 Uhr

„ReMembering – Jüdische Lebenserinnerungen, ein Netzwerk zur Stadtgeschichte Leipzigs“ – Projektpräsentation im Rahmen der Jüdischen Woche

Deutsche Nationalbibliothek (Vortragsraum)

Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Wie können wir in einer Zukunft ohne Zeitzeugen die Erinnerung wachhalten an die Ereignisse von Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der ehemaligen jüdischen Bevölkerung Leipzigs? Wie kann nachfolgenden Generationen von der einst reichen jüdischen Geschichte Leipzigs erzählt werden und wie können wir auf heutige Erscheinungen eines latenten Antisemitismus reagieren?

Wir stellen unser Projekt zur digitalen Stadtgeschichte vor, welches autobiografische Quellen in den Fokus rückt, die Verbindung der facettenreichen jüdischen Geschichte mit der Geschichte Leipzigs anschaulich macht, zur Selbstreflexion der Nutzer anregt und insbesondere Jugendliche für den Umgang mit historischen Themen sensibilisieren möchte. Zur Präsentation werden wir unsere Arbeitsweise erläutern, zum Stand des Projekts und den Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung informieren. Außerdem möchten wir das Publikum einladen, ein Beispiel gemeinsam zu erarbeiten, eine Quelle sprechen zu lassen.

Eine Veranstaltung von EnterHistory! in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

Eintritt: frei, Spenden erwünscht

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Idee

Die Idee ist zunächst eine Datenbank. Die Datenbank enthält Daten. Die Daten sind biographisch, die Biographien sind Geschichten. Die Geschichten stammen von ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, nacherzählt werden sie von Jugendlichen und Erwachsenen heute. Die Gegenwart leiht der Vergangenheit ihre Stimme, um in der Zukunft gehört zu werden.

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„ReMembering“ startete 2017 als Initiativprojekt und verknüpft digitale Stadtgeschichte mit Bildungsarbeit. Es entsteht eine Webpräsenz mit Stadtplan. Markiert sind die Orte, zu denen Lebenserinnerungen vorliegen oder Forschungsmaterial und Mikrohörstücke laden dazu ein, Menschen zuzuhören, ihre Geschichten kennenzulernen.

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Motivation

Konzeptionell reagieren wir mit „ReMembering“ auf die Tatsache, dass Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für die Geschehnisse im letzten Jahrhundert, unter denen besonders die Ereignisse von Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der ehemaligen jüdischen Bevölkerung Leipzigs zu nennen sind, zukünftig fehlen. Und wir reagieren auf heutige Erscheinungen eines latenten Antisemitismus. „ReMembering“ fokussiert aber nicht allein den historischen Abschnitt der Zeit nach 1933, sondern nimmt vielmehr die gesamte jüdische Geschichte der Stadt in den Blick.

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Das entstehende Audiomaterial basiert auf autobiografischen Quellen, auf Tagebüchern, Briefen und anderen Dokumenten. Sie zeigen die Verbindung der facettenreichen jüdischen Geschichte mit Leipziger Stadtgeschichte. Ein Ziel ist auch, die Selbstreflexion der Nutzerinnen und Nutzer dieses Onlineangebots anzuregen und wir möchten insbesondere Jugendliche für den Umgang mit historischen Themen sensibilisieren, wir möchten, dass sie den Menschen von einst ihre Stimme leihen. 

„ReMembering“ wird ein Netzwerk sein, welches aus den Möglichkeiten der Neuen Medien schöpft und der Information dient. Es wendet sich an alle, die an Stadt- und speziell jüdischer Geschichte interessiert sind und zu ihr forschen. Zugleich wird mit dem Projekt das Gedenken an die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger wachgehalten, besonders Jugendliche möchten wir an die damit verbundenen Themen heranführen und mit Lebensgeschichten konfrontieren. Wichtig finden wir dabei den Ansatz, anhand autobiografischer Quellen gerade das Alltägliche herauszuarbeiten, dies im historischen Kontext zu betrachten und den Parallelen im heutigen Erleben der Jugendlichen nachzuspüren. Ein Ziel ist es schließlich, dass junge Menschen Geschichte als Prozess begreifen und erfahren, an dem jeder Einzelne bewusst oder unbewusst teilhat. 

Und zusammengefasst:

In einer Zukunft ohne Zeitzeugenschaft für die Ereignisse ab 1933, vor dem Hintergrund der Globalisierung und mit Blick auf die Chancen, welche die Nutzung des Internets für einen historischen Bildungsanspruch bietet, möchte „ReMembering“ in die Realität hineinwirken, in der Zukunft weiterentwickelt werden und zur Wahrnehmung unser aller Verantwortung beitragen für das, was einst Geschichte genannt werden wird.

#_umsetzung

Umsetzung

Was entsteht, was haben wir vor?

remembering-leipzig.de – Das Netzwerk! 

Die Website remembering-leipzig.de wird zur online-Adresse für Leipzigs jüdische Geschichte und ging im Dezember 2017 mit ersten Inhalten online. Zentrales gestalterisches Element der Webpräsenz ist ein Stadtplan, auf dem Audiofiles mit persönlichen Lebenserinnerungen und Orten verknüpft sind. Zu jedem Audiofile stehen Kontextmaterialien in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Verschiedene Filterfunktionen erlauben u.a. die Suche nach Zeiträumen, Themen und Namen, Forschungsergebnisse werden präsentiert, Menschen vernetzt, Links erleichtern die weitere Recherche. 

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RememberMe – Jüdische Geschichte im Stadtraum selbst entdecken!

Mit RememberMe entsteht eine App, die anhand der Standortdaten des Nutzers die entsprechenden Inhalte zum Stadtraum abruft und wiedergibt. Man kann sich zu wichtigen Orten der jüdischen Geschichte informieren, Mikrohörstücke hören, sich eigene Audiowalks zusammenstellen und einzelne Hörstationen oder ein Thema weiterempfehlen.

ReMembering – Eine Erinnerung, eine Stimme!

Die zentralen Inhalte, die Mikrohörstücke mit persönlichen Lebenserinnerungen, werden im Rahmen von Workshops erarbeitet und produziert. Wir arbeiten mit Jugendlichen (ab Klassenstufe 9) und Erwachsenen.

Ausblick

remembering-leipzig.de ist ein Netzwerk mit nach Wiki-Prinzip wachsenden Inhalten. Registrierte Forscherinnen und Forscher können eigene Beiträge zu Themen veröffentlichen. 

In Planung sind derzeit Beiträge zu folgenden Themen: 

Messegeschichte, Gemeindegeschichte, Musikgeschichte, Kunst und Theater, Rauchwarenhandel, Verlagswesen, Rechtswesen, Anwaltsgeschichte, Ärztinnen und Ärzte, Jüdisches Proletariat, Jugendverbände, Sportvereine, Kindheit in Leipzig, Verliebt in Leipzig, Short Stories, Jüdischer Humor  

Exil und Untergrund, Deportation

2018 werden wir
unterstützt von
Kooperationspartner sind

Workshops 2018
„Entrechtet über Nacht“ gefördert durch „Geschichten brauchen Menschen,
die sie erzählen“
gefördert durch
Dank an
Bromologic Tonstudio (Leipzig) K. Berg und Familie B. Cerf S. Spencer und Familie C. Treumer
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